Tag Archiv für Falkensee

Bahnhof Falkensee verliert eine Bäckerei

Seit letzter Woche gibt es eine Bäckerei weniger rings um den Bahnhof Falkensee. Ich hatte mich ja schon häufiger gewundert wie sechs Bäckereien/Cafes auf so wenig Raum nebeneinander “leben” können, nun scheint der Kaffee-to-go-Markt aber größer zu werden.

Die Bäckerei Volmar in der Hertzstrasse hat nun zu gemacht. Im Fenster hängt lediglich ein kleines Schlld “Geschlossen”, die Regale sind leer und der Verkaufsraum ausgeräumt.

Um ehrlich zu sein: Obwohl ich fast jeden Tag an der Bäckerei Volmar vorbeilaufe, habe ich dort sehr selten etwas gekauft. Was daran liegt, dass ich gefrühstückt habe wenn ich das Haus verlasse und wenig später im Büro sehr sehr leckeren, frischgemahlenen Kaffee bekomme. Und für die 16 minütige Fahrt zum Bahnhof Zoo brauche ich keinen “Kaffee-to-go”.

Heute war es jedoch anders. Meine Tochter wünschte sich einen Donut zum Frühstück und aus meinen – wenigen – vorherigen besuchen wusste ich, dass es die in der Bäckerei Volmar gibt. Also fuhr ich hin und musste feststellen, dass dort lapidar “Geschlossen” ist.

Ich hörte mich ein wenig um und erfuhr, dass die Bäckerei nicht nur vorübergehend geschlossen ist, sondern gar nicht mehr öffnet.
Wenn man sich mal ansieht, wie die bisherigen sechs Bäckereien verteilt sind, fällt auf, dass alle Himmelsrichtungen und Zuwege zum Bahnhof “bedient” wurden.

Bahnhofs Bäckereien auf einer größeren Karte anzeigen

Wer mit dem Bus ankommt, kann am Busbahnhof fündig werden:

 

 

 

 

 

 

oder ein Stückchen weiter, kurz vor der Treppe zur Unterführung die Bäckerei Dahlback:

 

 

 

 

 

 

Wer über die Potsdamer Strasse läuft, kommt an der Brotbüxe nicht vorbei:

 

 

 

 

 

 

Die Dallgower Strasse (Ärztehaus) ist mit dem Cafe Exner bedient:

 

 

 

 

 

 

 

 

und, schlußendlich am Gleis 2 nach Berlin, ist die M&B Cafelounge:

 

 

 

 

 

Um ehrlich zu sein: Ich vermag nicht zu schätzen wie viele Menschen täglich mit der Bahn oder Bus nach Berlin pendeln. Es werden einige sein. Aber wie viele von denen kaufen sich auf dem Weg zur Arbeit einen Kaffee oder was zu essen? Ich kann mir nicht vorstellen dass es viele sind. Und die wenigen, die es tun, werden es wahrscheinlich aus bequemlichkeitsgründen kurz vorm Ziel machen. Sprich: bei Dahlback, oder in der M&B Cafelounge.

Sicher: Das Cafe Exner beispielsweise bedient auch zahlreiche wartende Kunden der Ärzte, aber ansonsten?

 

Ich bin gespannt wie es am und rings um den Bahnhof weitergeht. Bäckereien hat es anscheinend genug.

 

Schilderstadt Falkensee

Ich bin mir sicher dass jeder schon mal im Internet oder im Fernsehen irgendwelche lustigen oder fehlerhaften (Straßen-)Schilder gesehen hat. Ich frage mich dann meistens ob das echt ist oder gefaked.

Zumindest für Falkensee kann ich sagen: Diese hier sind echt, weil ich sie fotografiert und entdeckt habe.

Wenn gaffenden Nachbarn gefällt was man sieht...

Dieses Bild habe ich am Königsgraben gemacht,

da grüßen die Falkensee’r nach Dallgow rüber.

 

 

Und wer gestern und heute die Potsdamer Strasse Richtung Havelpark Dallgow gefahren ist oder fährt, konnte folgende Liebesbotschaft an den Alleebäumen lesen:

Fußball Bundesliga in Falkensee?

Ich liebe Sport. Zu gucken. Selber tätig zu werden bedürfte allerdings die schier unüberwindbare Aufgabe zu lösen, meinen inneren Schweinehund zu übertölpeln. Ich nehme mir zwar immer wieder vor mich ihm zu stellen, tue es jedoch zu selten. Also wird der Sport weiterhin geguckt und nicht gemacht.

Als geselliger Mensch führt es mich dazu hin- und wieder in diverse Schankwirtschaften. Zum einen ist geteilte Freude und geteiltes Leid doppelt so schön bzw. halb so schlimm und zum anderen ist das Bier immer perfekt temperiert. Als nun jüngst DAS Spitzenspiel der Bundesliga stattfand (BVB Dortmund gegen FC Bayern) wollte ich es live sehen. In Falkensee. Fast unmöglich.

Ich musste feststellen, dass es in Falkensee nur noch das Schrääg rüber gibt wo es möglich ist live Fußball zu sehen. Die Sportklause hat kein Sky mehr im Angebot und die Elsterklause auch nicht. Also entweder ins Schrääg oder zum Tönnchen nach Spandau. Das wiederum bedeutet Auto fahren, ergo: Kein Bier.

Im Schrääg rüber angekommen musste ich feststellen nicht der einzige zu sein war der live Fußball schauen möchte. Es war brechend voll. Ich bin exakt drei Schritte reingekommen und habe dann drei Stunden gestanden. Das war nicht schlimm, die Stimmung war ausgesprochen gut und die Heldinnen hinter dem Tresen super koordiniert, freundlich und schnell.

Heiko Richter hatte nicht mit so einem Ansturm gerechnet und versprach bei der nächsten Gelegenheit draußen die Leinwand zu bespielen, so dass mehr Platz verfügbar sein wird.

Wieder zu Hause habe ich mich gefragt woher es kommt, dass es nur eine einzige Kneipe mit live Fußball gibt. Im Internet habe ich die Preisliste von Sky gefunden und habe nicht schlecht gestaunt: Bei einer konzessierten Verkaufsfläche (bspw.) zwischen 150-200 qm werden 479,-€/Monat fällig.

Das ist natürlich viel Geld und muss erst mal verdient werden. Und doch finde ich es, angesichts der Einwohnerzahl von Falkensee und der Nachfrage nach live-events, erschreckend, dass es nur eine Sportkneipe/bar gibt.
Ich hoffe, dass sich das im Zuge der „Zentrumserneuerung“ ändert. Vielleicht findet sich ja jemand der ins Zentrum investiert und dort eine neue, zweite  Sportkneipe eröffnet.

Übrigens: Dortmund gewann 1:0.

Kolumne: Wo drückt der Schuh?

Es stimmt: Man kann alt werden wie ne Kuh und lernt immer noch dazu. Und obwohl ich in diesem Jahr das statistische Alter einer Kuh bereits das fünfte Mal übertreffe, lerne ich noch hinzu.

Als ich vor drei Jahren nach Falkensee zog, wunderte ich mich beim Spaziergang mit unserem Hund des Öfteren ob des Rauch- und Qualmgeruches in vielen Straßen. So viele Menschen werden doch nicht mehr mit Kohle heizen, dachte ich so bei mir. Und richtig: Keine Kohleöfen sorgten für den Geruch, private Verbrennungen von Gartenschnitt quälten meine Nase.

Von Nachbarn erfuhr ich, Weiterlesen

Vergesslichkeit, Glück, Einkaufen

Manchmal ist es ja wie verhext: Man(n) weiß, dass man noch irgendetwas erledigen sollte – aber kommt nicht drauf. So geschah es mir gestern.

Beim Zubett gehen, als ich den Wecker stellen wollte, sagte meine Frau plötzlich: “Laß das sein, du hast doch jetzt drei Tage frei”…. und da fiel die Mark bei mir – in Ostgroschen. Verdammt, ich sollte doch Urlaub beantragen. Also habe ich heute morgen flugs sowohl Kollegen, als auch den Chef von meiner Unzulänglichkeit erzählt und habe den Urlaub elektronisch und fernmündlich genehmigt bekommen. Ein Hoch auf die Kollegin, den Chef und die Technologie.

Damit bin ich beim Einkaufen angekommen. Weiterlesen

Projekt: Tanzschule gründen

Meine Frau ist Tanzlehrerin. Sie führte 8 Jahre lang eine Tanzschule in Berlin-Schöneberg, bis zur Geburt unserer wundervollen Tochter. Die ist nun schon fast 2 Jahre alt und die Füße meiner Holden können nicht mehr stillhalten. Dem Entsprechend schauten wir uns lange nach einer Beschäftigung um.

Wer jedoch selber (und dazu noch so lange) mal selbstständig tätig war, kann nachvollziehen, dass es schwierig ist, in ein Angestelltenverhältnis zurückzukehren. Also reifte der Entschluss eine eigene Tanzschule zu eröffnen. Weiterlesen